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Emmen: Was bleibt für die Gemeinde? PDF Drucken E-Mail
Aktuelles
Geschrieben von: Mac Wijnands   
Montag, 22. Februar 2016 um 17:44 Uhr

Es gibt nicht oft für ein so empfindliches Jahrhundert-Areal einen so schlechten Bebauungsplan. Die Visualisierung lässt es bereits erahnen: Städtebaulich handelt es sich bei der geplanten Siedlung um eine Ansammlung von alten und neuen Gebäudekuben womit wohl eine Einheit in der Vielfalt angestrebt werden soll. Mit dem Wasser der Emme wissen die Planer nichts anzufangen! Ebenso wird das Restgrün als Park gepriesen, was wohl eine Beleidigung für dieses Wort bedeutet. Bezahlt werden soll es aber wohl doch aus der Gemeindekasse. Dieses Areal wird uns nun ständig als Luzern Nord verkauft. Dabei ist doch die Fusion gescheitert, und dieses Fabrikareal ist erst noch ein Stück Emmer Industriegeschichte. Die Bezeichnung Emmen Süd wäre deshalb hier korrekter. Das Emmer Image wird nicht besser, wenn Luzern den Emmer Boden einverleibt.

Ein spezieller Aspekt an dieser Viscosistadt sind die benötigten Zonenplananpassungen. Für Emmen sind sie schon tägliches Brot. Es gab sie bereits in der Feldbreite, dazu kam eine Fastumzonung im Listrig. Diese Zonenplanänderung wird zu gegebener Zeit vom Stimmbürger zu bewilligen sein. Sie wird dann einen erheblichen Mehrwert in die Kasse der Arealbesitzerin Viscosuisse spülen. Ausser ein wenig Grundstückgewinnsteuern wird für die arg gebeutelten Gemeindefinanzen keine Mehrwertabschöpfung herausspringen.

Nachfolgende Investitionen für Infrastrukturen wie Schulhäuser und Heime sind dafür wiederum vom Steuerzahler zu bezahlen. Der Emmer Einwohnerrat ist bei einer Behandlung des Bebauungsplans Viscosistadt, die allen gerecht wird, nicht zu beneiden!

Hier die Medienmitteilung als pdf.

MAC WIJNANDS
BÜRGERLICHES FORUM EMMEN, EMMENBRÜCKE