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Aktuelles
Geschrieben von: Mac Wijnands   
Freitag, 15. Januar 2010 um 06:05 Uhr
Vom Preisüberwacher wissen wir, dass die höchste Strompreise der Schweiz auch in Emmen bezahlt werden, aber der Bürger regt sich kaum! Oder haben sie sich schon je gefragt, wo die öffentliche Räume in Emmen sind? Das Bewusstsein scheint leider generell bei einer grösseren Öffentlichkeit, aber auch in der Politik zu fehlen. Wenn wir heute durch die fast menschenleeren Wohnquartiere gehen, versteht man schnell, dass allzusehr auf das Wohnen gesetzt wurde und weniger auf die Schaffung von öffentlichen Plätze mit Angebote für ausgewählte Freizeitkultur!
 
Im Zonenplan sind keine Flächen ausgespart für die Anpflanzung von grösseren Bäume, Grünhecken, Umweltmobiliar, Begegnungs-und Ruhebereiche, usw. Die Ortsplanung sollte eigentlich aufzeigen, welche Richtlinien die öffentliche Baupolitik folgen soll. Die jeweilige Revisionen kennen solche Ziele leider nicht.Der Schwund öffentlicher Räume ist besorgniserregend! Qualität hat nicht einmal das selbsternannte Gersag-Gemeindezentrum: ein Musikpavillon, ein Wasserbrunnen oder dgl. fehlen total! Das Angebot zur Benutzung wäre da! Der Sonnenplatz ist Sommer / Winter, wetterbedingt und strukturell, nur sporadisch benutzbar, wenn auch damals beim Bau für einer million an Steuergelder, als Verschönerungsbeitrag, eingebaut wurde! Emmen-Dorf hat überhaupt keinen öffentlichen Platz! Die Wohnsiedlungen wuchern konzeptlos über die Grenzen der jeweiligen Gemeindegebiete.
 
Gleichzeitig empfindet man die Qualität der kaum erkennbare öffentlichen Räume als ziemlich ärmlich und ohne Nutzwert. Nur Zeitgeistanpassungen genügen bald nicht mehr! Die Zukunft wird so, wie sie nicht berücksichtigt wird, bei uns nicht stattfinden können! Die zu erwartende Gen-Analyse des modernen Menschen wird uns in den nächsten Jahren brutal aufzeigen, welche Zukunftserwartungen für unsere und folgende Generationen „vorgesehen“ sind. Nicht nur das Altern, die Gesundheitsentwicklung, die Mobilität, unser Verhalten generell, usw. werden sich (noch) ungeahnt ändern, sondern auch die bauliche und ortsplanerischen Modalitäten werden neuen Ansprüchen zu genügen haben! Das integrierte Bauen wäre gefragt. Das fehlende Glasfasernetz lässt heute schon grüssen! Fordern wir es also ein!
 
Mac Wijnands-Lang